Walter Womacka war einer der einflussreichsten Berliner Künstler zu DDR-Zeiten. Als Maler und Grafiker nahm der aus Böhmen stammende Womacka 1953 eine Lehrtätigkeit an der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst in Berlin Weißensee auf. 1965 erfolgte seine Ernennung zum Professor. Drei Jahre später wurde er Rektor der Kunsthochschule in Weißensee und behielt dieses akademische Spitzenamt bis 1988 inne.

DDR-Kunst ist mit dem Namen Walter Womacka untrennbar verbunden. Mehrheitlich sind seine Werke im Kontext zum Sozialismus entstanden. Einige seiner monumentalen Bildwerke an zentralen Staatsgebäuden in Berlin-Mitte wurden inzwischen unter Denkmalschutz gestellt (u.a. der Brunnen am Alexanderplatz und der benachbarte Fries am Haus des Lehrers) und tragen damit das amtliche Siegel für Kulturgut.

Das Gesamtwerk von Walter Womacka weist ihn als einen äußerst vielseitig gestaltenden Künstler aus und neben großformatigen Gemälden ist auch sein grafisches Werk umfangreich und von hohem künstlerischem Wert. In Grafiken offenbart sich Womackas Verehrung für Pablo Picasso. So wie der Spanier in Lithografien und Radierungen das Profil seiner Lebensgefährtin Françoise Gigot zu variieren pflegte, so portraitierte Walter Womacka in unterschiedlichen Ausdrucksformen seine Tochter mit der Enkelin Anna. Auch mit seinen Kompositionen von Stieren folgte Womacka dem spanischen Vorbild. Allerdings bezog der Berliner das Schicksal der Stiere in der Arena oftmals auf sich selbst: In ersten Arbeiten nach der Wende zeigte er von Pfeilen schwer verletzte, blutende Tiere als Reflektion auf die Kritik, welche den Künstler selbst zunächst hart traf. 15 Jahre nach der Wiedervereinigung hatte er jedoch ein neues Selbstbewusstsein entwickelt. Der kleine Stier zeigt keine Wunden mehr, sondern vielmehr kämpferische Entschlossenheit vor einer tiefroten Kulisse.

Art Center Berlin präsentiert erlesene handsignierte Siebdrucke und Lichtdrucke von Womacka.

 

Preise auf Anfrage.

 

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